Die Zahlen
- Einscan SE V2
- bis zu 0,05 mm bei kleinen Teilen
- Einscan H2
- bis zu 0,05 mm bei feinem Detail, meist 0,1–0,3 mm bei größeren Objekten
- Matterport Pro3
- Zentimeter-Klasse, mehr als ausreichend zum Vermessen von Räumen und Gebäuden
Eine Zahl allein sagt nichts. 0,05 mm mit einem Handscanner bedeutet in einem gut beleuchteten Studio etwas anderes als bei einem Stoff, der sich im Wind bewegt.
Was die Genauigkeit beeinflusst
- Oberflächeneigenschaften: eine glänzende, schwarze oder transparente Oberfläche lässt sich nicht so genau scannen wie eine matte
- Beleuchtung: diffuses, gleichmäßiges Licht liefert ein besseres Ergebnis als direkte Sonne oder ein scharfer Schatten
- Bewegung: das gescannte Objekt muss stillhalten; eine Person darf atmen
- Größe: ein kleines Objekt bekommt mehr Detail als ein ganzer Raum in einem einzigen Scan
Wann der Millimeter zählt und wann der Zentimeter reicht
Ersatzteil oder technisches Teil
Hier zählen Zehntelmillimeter. Ich nutze den genauesten Scanner und prüfe die Maße danach.
Ein Raum oder ein virtueller Rundgang
Hier zählen Zentimeter, keine Millimeter. Der Matterport liefert mehr als genug Genauigkeit für Maße und Flächen.
Ein Kunstwerk oder Museumsstück
Hier zählen Form und Oberfläche zusammen: Ich nutze einen Scanner, der auch die Farbtextur erfasst.
Eine ehrliche Grenze
Scannen ist keine Geodäsie und keine rechtsverbindliche Messung. Brauchen Sie ein Dokument, das vor Gericht besteht, liefert das ein zugelassener Vermessungsingenieur. Wollen Sie wissen, ob ein Schrank passt oder ein Teil zusammenpasst, ist das genau das richtige Werkzeug.
Beschreiben Sie das Objekt, ich sage Ihnen, welche Genauigkeit Sie wirklich brauchen.
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