Ersatzteile

Das Autoteil, das niemand mehr macht

Das Auto läuft gut. Der Motor dreht. Aber im Armaturenbrett klafft ein Loch, weil ein 15-Gramm-Kunststoffclip 2019 abgebrochen ist und ihn niemand mehr verkauft.

Das ist die häufigste E-Mail, die ich bekomme. Kein Motor, keine Karosserie, nur ein kleines Kunststoffteil, das niemand mehr herstellt und das die ganze Arbeit blockiert.

Hersteller halten Ersatzteile meist etwa ein Jahrzehnt nach Produktionsende vor. Danach verschwindet das Lager, und mit ihm Ihre spezielle Abdeckung, Ihr Clip, Ihre Halterung oder Klappe. Auf dem Gebrauchtmarkt hat dasselbe Teil dasselbe Alter und ist oft an derselben Stelle kaputt.

Wann es funktioniert

Am besten, wenn das kaputte Original noch da ist, auch in Stücken. Dann existiert die Geometrie, und es gibt einen Ausgangspunkt.

Überlebt nur ein Bruchstück und der Rest ist verschwunden, ist es trotzdem möglich, aber dann ist es eher Reverse Engineering als eine Kopie. Die fehlende Geometrie wird aus Fotos, Maßen und Logik neu modelliert.

Wann es nicht funktioniert

Eine ehrliche Antwort zählt mehr als ein Verkauf.

So läuft es in der Praxis

Die Materialwahl ist die wichtigste Entscheidung bei dieser ganzen Arbeit, und sie fällt vorher, nicht nachher. Dazu gibt es ein eigenes Stück: woraus das Teil wirklich besteht.

Was es kostet

Ein kleines Objekt zu scannen beginnt bei €120, drucken bei €45, und die meisten Innenteile liegen zusammen zwischen €200 und €300. Die genauen Zahlen stehen in der Preisliste. Eine kleine Serie kostet pro Stück weniger. Haben fünf Leute in Ihrem Club dasselbe Problem, sagen Sie das gleich.

Dieselbe Logik gilt für jedes andere nicht mehr verkaufte Kunststoffteil: Teile für Geräte und Möbel laufen genau denselben Weg.

Schicken Sie ein Foto des kaputten Teils und sagen Sie, aus welchem Auto es stammt. Ich sage Ihnen, ob es geht.

Angebot anfragen

Ersatzteile nachbauen